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Fiesole, Der Ort Fiesole mit dem Hauptplatz, der Piazza Mino in 300 Meter Höhenlage, ist etwa 5 Kilometer vom Zentrum von Florenz entfernt. Fiesole hat 15.000 Einwohner, ein Drittel etwa wohnt im alten Städtchen, die anderen verteilen sich auf das „Arnotal“ und das „Mugnone-Tal“. Das Gebiet erstreckt sich über zirka 42 Quadratkilometer und ist fast überall sehr hügelig; die Höhenlagen reichen von 58 Meter ü.M. am Arno bis zu 702 Metern Höhe des Poggio Pratone, der eine Art Dach über Florenz zu bilden scheint.
Ein dichtes Netz an alten Straßen bietet gute Verkehrsverbindungen. Olivenbäume, Zypressen, Wälder, einzelne Häuser und Villen bestimmen das Bild dieser Jahrhunderte alten Kulturlandschaft.
Fiesole ist ein typisches Wohngebiet und ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. |
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Jahrhundert wurde Florenz freie Stadt, eroberte und zerstörte Fiesole. Der Bischof wurde innerhalb des Gebiets von Florenz zurückgedrängt. Von diesem Zeitpunkt an setzte der Verfall der Stadt ein, von der schließlich nur ein Haufen Ruinen übrig blieb, die als Materialdepot für das mächtige Florenz in der Nähe genutzt wurden. Damit bot dieser Ort Anlass für eine Vielzahl von Erinnerungen und Legenden über die Ursprünge von Florenz, die Dante Alighieri in seiner Divina Commedia (Göttliche Komödie) thematisiert hat. Von Poliziano gepriesen, von Lorenzo il Magnifico und Pico della Mirandola aufgesucht und von Boccaccio als idyllischen Ort und idealen Schauplatz der mythologischen Vorstellungswelt beschrieben, wählten mit dem Beginn der Renaissance viele wohlhabende Florentiner Familien Fiesole als Wohnsitz und Ort der Sommerfrische, später kamen auch ausländische bedeutende Familien. Prächtige Häuser und Villen auf den Hügeln um Fiesole zeugen noch heute von jener Zeit. Vom Beginn des 14. Jh. waren die Stadtbewohner vor allem als Steinbrucharbeiter und Steinmetze in den nahe gelegenen Steinbrüchen tätig, wo der bekannte "pietra serena" Stein abgebaut wurde, den schon die Etrusker und Römer kannten und für Bauten und Verzierungen nutzten.
Während der Renaissance konnten viele Gebäude durch die Beschaffung von diesem Material ausgestattet und verschönert werden; zahlreiche Villen mit Gartenanlagen wurden gebaut. |
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Außerdem wurden in der Renaissance Bildhauerkunst, Malerei und Handwerk gefördert. Auch heute noch finden sich schöne Bespiele hierfür. Die Herrschaft der Medici hatte entscheidenden Einfluss auf die neue Entwicklung des Gebietes im Sinne der Interessen von Florenz, die unter dem Zeichen der Schönheit als Ordnung und allgemeine Regel für alle Künste stand. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. (1865 – 1870 als Florenz die Hauptstadt Italiens wurde) wurde Fiesole in großem Ausmaß umgebaut und erweitert; neue herrschaftliche Gebäude und einfache Wohnhäuser wurden errichtet. Im Jahr 1873 konnten die Überreste des Römischen Theaters ans Tageslicht gebracht werden, das Gebiet der archäologischen Ausgrabungsstätte entstand und das Stadtmuseum (Museo Civico) wurde gegründet (1878). 1914 wurde der jetzige Sitz des Museums gebaut (das Museum ist 1981 und 1990 restauriert, erweitert und umgebaut worden).

Im Umfeld der Wiederentdeckung des 19 Jh. haben sich in Fiesole zahlreiche berühmte ausländische Persönlichkeiten, insbesondere Engländer, niedergelassen. Der besondere Charme von Fiesole liegt nicht nur in seinen bedeutenden historischen und archäologischen Kunstschätzen, sondern auch in der herrlichen Lage und der landschaftlichen Umgebung jenseits der Stadtmauer, die es sich lohnt, zu erkunden. |
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GESCHICHTE
Die Ursprünge von Fiesole reichen sehr weit in der Geschichte zurück. Eindrucksvolle Überreste und Ruinen zeugen von bedeutenden etruskischen Siedlungen bereits im 6. Jh. v.Chr., die zur Zeit der Griechen eine noch größere Bedeutung hatten. Während des Einfalles der Gallier hatte Fiesole einen besonderen strategischen Stellenwert; es nahm an dem Aufstand der Italiener gegen die Römer teil, wurde jedoch besiegt. Im Jahre 90 v.Chr. wurde Fiesole dann römische Kolonie. Durch aktive Bautätigkeiten (Theater, Thermen, Kapitol, Forum, und Tempel) entwickelte sich die Stadt zum bedeutendsten Zentrum der Region. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches bekam auch Fiesole die Besatzung der Langobarden zu spüren (6.-7.Jh. nach Chr.).
Aus jener Zeit stammen zahlreiche Begräbnisse und Gegenstände, die man gefunden hat. Das Ansehen der Stadt als militärische Festung sank jedoch zunehmend zugunsten von Florenz.
Die Kirche hatte sich in Fiesole wie auch an anderen Orten innerhalb der römischen Verwaltungsgrenzen als großes Bistum organisiert. Die Bischöfe von Fiesole hatten starken politischen Einfluss gewonnen, da sie religiöse Funktionen mit zivilen vereinen konnten und ein großes Gebiet regierten. Im 11. Jahrhundert gründete Bischof Iacopo Il Bavaro die Kathedrale. Im 12.

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